Mittwoch, 1. Oktober 2014

10 Neue in Wigratzbad



Die Priesterbruderschaft St. Petrus kann dieser Tage zehn neue Seminaristen in ihren Reihen begrüßen. Die jungen Männer entschieden sich, ihr Studium im internationalen Priesterseminar St. Petrus in Wigratzbad (Allgäu) zu beginnen und sich dort auf das Priestertum vorzubereiten. Dazu werden sie zunächst ein Spiritualitätsjahr absolvieren, in dem sie das besondere Charisma der Petrusbruderschaft kennen lernen, sich mit den Gegebenheiten des Seminarlebens vertraut machen und ihre Berufung zu diesem ganz speziellen Weg in der Kirche prüfen können.

Die neuen Seminaristen sind - wie in Wigratzbad üblich - in zwei Sprachgruppen eingeteilt: die deutschsprachige und die französischsprachige. Die sonst stets größere Abteilung der francophonen Seminaristen besteht in diesem Jahr aus nur drei Studenten: einem Franzosen, einem Belgier und einem Libanesen. In der deutschsprachigen Gruppe sind drei Deutsche, zwei Österreicher, ein Pole sowie ein Tscheche. Das Eintrittsalter der "Neuen" liegt bei einem Durchschnittsalter von 24 Jahren zwischen 19 und 30 Jahren.

Mögen viele hochherzige junge Menschen den Ruf Gottes verspüren, sich in die nähere Nachfolge Christi zu begeben und sich selbstlos für das Reich unseres Herrn Jesus Christus und das Heil der Seelen einzusetzen.

Mögen die neuen Seminaristen den Willen Gottes für ihren Lebensweg erkennen und ihn beharrlich in der Unterscheidung der Geister und gegen alle Widerstände zu Ende gehen. 


Herr schenke uns Priester!
Herr schenke uns heilige Priester!
Herr, schenke uns viele heilige Priester!
Herr, schenke uns viele heilige Ordensberufungen!

Weitere Informationen über die Fraternitas Sacerdotalis Sancti Petri (FSSP):


Bild: Wigratzbader Seminaristen bei der Fronleichnamsprozession 2012, © FW

Dienstag, 30. September 2014

Kardinal Kaspers unschöne Diffamierungskampagne

In einem weiteren Interview vom 29. September 2014 mit Elisabetta Piqué von der argentinischen Tageszeitung "La Nacion" verteidigt Kardinal Walter Kasper ein weiteres Mal seine Sicht der Dinge bezüglich einer zweiten (wohlgemerkt: nichtsakramentalen) Eheschließung mit weiteren Personen zu Lebzeiten beider Ehepartner und trotz bestehenden Ehebandes und behauptet erneut, dass seine Meinung, es handle sich hierbei nicht um Ehebruch, auch die des Papstes sei. Diese Vereinnahmung des Papstes ist sehr gewagt, hat sich der Papst bisher nur dahingehend geäußert, dass solcherart Betroffene die Sakramente nicht empfangen können, da dies Jesus Christus selbst so verfügt habe.

In dem Gespräch erläutert der Kardinal weniger seinen eigenen, der Lehre der Kirche entgegenstehenden Standpunkt, als dass er die ihm widersprechenden Stellungnahmen verschiedener Kardinäle und anderer Gläubigen ins Zwielicht stellt und sie diffamiert. Er warnte vor einem Nichterfüllen der Erwartungen der Welt, was zu enttäuschten Reaktionen führen könne.

So sagte der Kardinal unter anderem, angesprochen auf die Veröffentlichung einer Verteidigungsschrift von fünf Kardinälen zugunsten der katholischen  Ehelehre, diese Kardinäle verhielten sich "wie Politiker", aber er meine, "die Kirche sollte sich nicht so verhalten". Ob für Kasper eine "offene Diskussion", wie sie der Heilige Vater wünsche, lediglich in der einseitigen Vorstellung seiner eigenen Thesen besteht? Übrigens suggeriert er, der Wunsch des Heiligen Vaters nach einer offenen Aussprache der Synodenteilnehmer bzw. in der Kirche allgemein, sei etwas Neues. Das ist mitnichten so. Auch den früheren Päpsten war es ein Anliegen, die Stimme und den Rat der Kardinäle, der Bischöfe oder anderer Fachleute zu hören. Nein, neu ist das wahrlich nicht.

Diese Kardinäle, so Kasper weiter über seine Kontrahenten hätten "Angst" vor einem "Dominoeffekt": dass nämlich, wenn ein Punkt geändert werde, alles zusammenbreche. Eine Quelle für diese Unterstellung nannte Kasper nicht. Meines Wissens ist dieses Argument in der Argumentation der Gegner der Thesen Kaspers nicht genannt worden, da es ja hier nicht um von den Kardinälen unerwünschte oder erwünschte Erscheinungen geht, sondern um die Glaubwürdigkeit und Wahrheit der katholischen Ehelehre: Kasper hält das Problem der Wiederheirat nach einer zivilen Ehescheidung für ein Problem der Disziplin, das die Lehre der Kirche nicht tangiert. Das Gegenteil ist der Fall, äußert der Herr Jesus Christus sich in dieser Sache doch äußerst eindeutig und verweist die Pharisäer darauf, dass der ursprüngliche Plan Gottes eine Ehescheidung (und in dessen Folge eine Wiederverheiratung mit anderen Partnern) nicht vorgesehen hat (vgl. Mk 10,1-12). Es geht hierbei also nicht um die kirchliche Disziplin, sondern um eine göttliche Anordnung.

Kasper  unterstellt den Verteidigern der Lehre eine "ideologische Interpretation des Evangeliums". Das Evangelium sei kein Strafgesetzbuch, so der 81jährige, indem er die göttlichen Anordnungen und Gebote, die es selbstverständlich auch im Evangelium gibt, relativiert und und eine "andere Interpretation", nämlich die Auslegung je nach den "Bedürfnissen des Gottesvolkes" vorzieht. Kasper scheut sich nicht, den glaubenstreuen Kardinälen "einen theologischen Fundamentalismus" vorzuwerfen, der seiner Meinung nach "nicht katholisch" ist! Übersieht er nicht die Weisung Jesu an seine Jünger, "... und lehret sie alles halten, was ich euch geboten habe" (Mt 28,20)?

Immerhin revidierte Kasper seine Aussage in einem früheren Interview, die Angriffe gegen seine Fragen seien nicht gegen ihn, sondern gegen den Papst gerichtet. Er sei vielleicht unklug gewesen, sagt er auf Nachfrage, wiederholte aber seine unbegründete Unterstellung, bei Gegnern seiner Thesen bestehe eine Gegenerschaft zum Heiligen Vater.


Weiteres zum Thema "Die Fragen des Kardinal Walter Kasper zum Problem der wiederverheirateten Geschiedenen":

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Montag, 29. September 2014

Im Angesicht der Engel...




Coram angelis psallam tibi, Domine.
Im Angesicht der Engel will ich dir singen, o Gott!

 nach Psalm 138,1



Bild: eigenes Photo; Kanzel-Engel in  Weingarten

Sonntag, 28. September 2014

Herbst



Deine Treue, o Herr, sei all mein Denken.
Du warst mir Lehrer, o Gott von Jugend auf;
weich nicht von mir, o Gott,
bis in mein hohes Alter!

Psalm 70, 16-18
Communio vom 16. Sonntag nach Pfingsten



Foto: Grazer Herbst © FW

Samstag, 27. September 2014

Silberhochzeitsreliquien Pong

Ergänzend zu diesem schönen Ding von Thomas und seiner Lebensgefährtin (s. die drei unteren Bilder), präsentiere ich hier ein weiteres schönes Ding aus eigenem Bestand (manchen schönen Dingen kann man einfach nicht widerstehen)...


Nachträglich dem Jubelpaar noch einmal herzlichen Glückwunsch
und Gottes Segen auf dem weiteren gemeinsamen Lebensweg.
Ad multos annos!


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Freitag, 26. September 2014

Endspurt bei Robusta 2014-Nominierung

In der Blogoezese* läuft der Countdown für die Nominierung der Schwester-Robusta-Auszeichnungen der deutschsprachigen Blogoezese 2014. Die Nominierungsphase endet am Dienstag, den 30. September 2014. Wer also noch Blogs für die verschiedenen Kategorien vorschlagen möchte, der muss sich nun beeilen!

In diesem Jahr stehen folgende Kategorien zur Abstimmung an:
  • Qualität
  • Spiritualität
  • Politik
  • Kultur
  • Frische (Blog nicht älter als ein Jahr)
  • Papsttreue
  • Augenhonig
  • Alltag 
  • Mauerblümchen 
  • Zwerchfell
  • Großmaul
  • Dialog
  • Cocktail
  • Trägheit
  • Abseits
  • Sonderpreis (für besondere Verdienste)
Blogs findet man Hülle und Fülle bei der "Katholischen Bloggerliste" des fleißigen Predigtgärtners und jetzigen Kreuzknappen (hier), in den Blogrolls der einzelnen Blogs oder sonstwo im www. Blogs nominieren und an der Abstimmung teilnehmen kann jeder, ob Blogger oder Nichtblogger, Leser oder Kommentator oder stiller Beobachter. 

Der "Frische Wind" ist bereits für die Kategorien Qualität, Spiritualität und Papsttreue vorgeschlagen. Herzlichen Dank! 

So ein kleiner Wettbewerb ist ab und an ja ganz nett und immer wieder lernt man auch hier wieder neue Blogs oder alte besser kennen. Von daher ist der Aufwand doch nicht umsonst. Dennoch darf man den Robusta-Award auch nicht zu ernst nehmen. Alle Blogger tun auf ihre Art und Weise das Beste, jeder hat seine Schwerpunkte und seine ganz spezielle Note. Da ist die Mehrheitsfähigkeit Nebensache - oder eben unnötig. Und auch die Voraussetzungen sind ja höchst unterschiedlich, sodass ein Vergleich nicht möglich oder auch nicht gerecht wäre. So ist es eben und das sollte niemand aus dem Blick verlieren.

Was uns verbindet ist das Anliegen, den katholischen Glauben im Netz präsent zu setzen, davon Zeugnis zu geben, welcher Reichtum der Glaube an Jesus Christus und die Mitgliedschaft in seiner Kirche ist - ist hier doch die Fülle der Heilsgüter und -mittel zu finden! Wie könnten wir diesen Schatz für uns allein behalten wollen?

Nun also: Hier gibt es alle nötigen Infos zum Nominierungsprocedere, oder einfach eine Mail mit den Vorschlägen an den Klosterneuburger Herrn Alipius (hier) schicken, dem auch ein herzliches Dankeschön für die Organisation gebührt!


* Der Name "Blogoezese" ist eine Zusammenfügung aus den Wörtern "Blog" bzw. "Weblog" und "Dioezese" und bezeichnet die Gemeinschaft der katholischen Blogger.


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Donnerstag, 25. September 2014

Kardinal Kaspers pastorale Perversionen - oder: Das kann ja lustig werden...

Kirchenradio: Kardinal Kasper, können Sie uns das zusammenfassen: unter welchen Bedingungen und Voraussetzungen wäre es eventuell möglich, Gläubige, die immer wieder Banken überfallen, zur Kommunion zuzulassen?

Kardinal Kasper: Ich habe eine Frage gestellt, nicht einfach eine Lösung gegeben. Und die Frage habe ich gestellt in Abstimmung mit dem Papst. Darauf lege ich großen Wert. Ich habe gefragt: Wenn eine Bank ausgeraubt wurde, und leider Gottes werden eben heutzutage sehr viele Banken ausgeraubt, aus vielfältigen Gründen, dann wird man zunächst alles tun, um das Geld wiederzubeschaffen.

Aber wenn ein Weg zurück nicht möglich ist, wenn jemand sich von dem Geld ein neues Haus, ein Anwesen erworben hat, in dem er menschlich gesprochen glücklich ist, sein Leben gelingt und christlich lebt, wenn da weitere Diebstähle begangen und von dem Geld Häuser gekauft werden, dann kann man diese Immobilien ja nicht aufgeben ohne neue Schulden zu machen. Also muss man sehen, in welcher Weise Gott da eine neue Chance gibt – und Gott tut das. Das ist seine Barmherzigkeit, dass er niemanden fallen lässt, der guten Willens ist. Und jeder tut in seiner Situation, was er tun kann.

Und da meine ich, das müsste im Einzelfall pastoral geklärt werden nach einer Zeit der Neuorientierung, man nennt das 'Via poenitentialis' – aber die Leute leiden ohnehin genug selber, da braucht man nicht noch große Bußwerke aufzuerlegen. Aber eine Neuorientierung ist notwendig. Dann soll das eine das Sakrament der Buße sein - das ist ja dafür da -, und das Sakrament der Buße bedeutet auch wieder die Zulassung zur Eucharistie.

Aber wie gesagt, das ist nicht die Lösung für alle Fälle, vermutlich nur für eine Minderheit von Menschen, die in unseren Gemeinden leben, die darunter leiden und die ein ehrliches Bedürfnis haben nach den Sakramenten, die die Sakramente dringend brauchen, um ihre schwierige Situation zu bewältigen." 


Quelle: frei nach Radio Vatikan


Weiteres zu den Reformvorschlägen von Kardinal Kasper:

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Papst Franziskus bestätigt Unmöglichkeit des Kommunionempfangs für zivil wiederverheiratete Geschiedene

Gegenüber der spanischen Tageszeitung "Diario de Córdoba" sagte Bischof Demetrio Fernández von Córdoba am 21. September 2014 in einem Interview,  Papst Franziskus habe den spanischen Bischöfen bei ihrem Ad limina-Besuch im Vatikan gesagt, dass selbst der Papst zivil wiederverheiratete Geschiedene nicht den Kommunionempfang erlauben könne. Bischof Fernández sagte wörtlich:
"Die Kirche sagt uns andauernd, dass wir für sie (Anm.: die zivil wiederverheirateten Geschiedenen) sorgen sollen; dass sie sich nicht ausgeschlossen fühlen dürfen! Und die Art und Weise, wie wir sie aufnehmen, kann immer weiter verbessert werden. Aber nun haben wir den Papst selbst gefragt, und er hat uns geantwortet, dass eine kirchlich verheiratete Person, die geschieden ist und noch einmal staatlich geheiratet hat, die Sakramente nicht empfangen kann. Der Papst sagte: 'Das hat Jesus Christus so eingerichtet, und der Papst kann es nicht ändern.'"(s. kath.net)

Es gebe eben Dinge, so der Bischof von Córdoba weiter, die sich nicht ändern ließen.

Das ist eine beachtenswerte Mitteilung im Hinblick auf viele Medien, die immer wieder behaupten, Papst Franziskus befürworte die Vorschläge bzw."Fragen" von Kardinal Kasper, der wenigstens für eine Minderheit der Betroffenen, nämlich diejenigen, die sich den Sakramentenempfang wünschen und in den Gemeinden aktiv sind, die kirchliche Anerkennung einer nichtsakramentalen Zweitehe vorschlägt. Warum aber nur für die in den Pfarreien aktiven zivil wiederverheirateten Geschiedenen, warum nicht für alle Betroffene? Ach, anderes Thema, lassen wir das...



Weiteres zum Thema "Zivil wiederverheiratete Geschiedene":

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