Montag, 20. Oktober 2014

DEMO für ALLE in Stuttgart - Fotos



Am vergangenen Sonntag Nachmittag fand in Stuttgart die dritte DEMO für ALLE statt. Erstes Anliegen der Unterstützer ist es, den vom Land Baden-Württemberg vorgesehenen neuen Bildungsplan zu verhindern, der u. a. vorsieht, Kinder und Jugendliche fächerübergreifend und sozusagen bei jeder Gelegenheit mit dem Thema Sex und Sexuelle Vielfalt zu belästigen. Allerdings ist dies kein Thema, das auf das Bundesland Baden-Württemberg beschränkt wäre. Auch in anderen Bundesländern sind ähnliche Bestrebungen der Kultusministerien im Gange oder auch schon weiter fortgeschritten...

Die Teilnehmer der Demo wollen den Gesetzgeber daran erinnern, dass eine Gesellschaft nur gesund und funktionierend sein kann, wenn die Familie als Fundament der Gesellschaft anerkannt und gefördert wird. Eltern haben - auch nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland! - das natürliche Recht (und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht) für die Erziehung ihrer Kinder (vgl. GG § 6,2). Das gilt auch für den Themenkreis um Ehe und Familie. Der Staat bzw. das Land hat die Eltern bei dieser Aufgabe zu unterstützen. "Die Schule muß insbesondere jeden Versuch einer Indoktrinierung der Jugendlichen unterlassen" (s. Bundesverfassungsgericht 21.12.1977, NJW 78, S. 807, 810).

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich am Sonntag etwa 3000 Menschen auf dem Schillerplatz in Stuttgart um für das Erziehungsrecht der Eltern, für die Förderung von Ehe und Familie und gegen eine immer aufdringlichere Propagierung der Genderideologie, deren Ziel die Zerstörung der Familie ist, zu demonstrieren.

Es war eine Freude, die zahlreichen jungen Familien, oft mit zwei, drei oder mehr Kindern zu sehen, Väter und Mütter, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen für die Erziehung ihrer Kinder, und die nicht wollen, dass ihre Kinder in der Schule durch skurrile Vorstellungen von Sexualpraktiken verstört und verunsichert werden.




Am Samstagabend fand im Alten Schloss in der Stuttgarter Innenstadt eine von der Initiative Familienschutz veranstaltete Podiumsdikussion statt, zu der rund 100 Interessierte gekommen waren (s. auch von Klaus Kelle: Runter vom Sofa - machen Sie etwas!):





Stuttgart bei Nacht











Heilige Messe am Sonntagmorgen 
in St. Albert in Stuttgart-Zuffenhausen













Bilder von der DEMO für ALLE am 19. Oktober 2014 in Stuttgart






































Fotos, Augenzeugenberichte und Videos vom 19. Oktober 2014:

Weiteres zum Thema:


Donnerstag, 16. Oktober 2014

Einladung zu Info-Veranstaltung (Samstag) und zur DEMO für ALLE (Sonntag)

Podiumsdiskussion
»Gender Mainstreaming und sexuelle Vielfalt in der Schule«
am 18. Oktober 2014 in Stuttgart
und DEMO FÜR ALLE am 19. Oktober


Zu unserem Forum Familie 2014 zum Thema »Gender Mainstreaming und Sexuelle Vielfalt in der Schule«, das in diesem Jahr in Stuttgart stattfindet, möchte ich Sie sehr herzlich einladen.

Datum: Samstag, 18. Oktober 2014, 19 Uhr
Ort: Altes Schloss Stuttgart – Vortragssaal, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart


Rund 100 Plätze im Alten Schloß sind für Sie reserviert. Melden Sie sich gleich hier online an oder schreiben Sie eine E-Mail an: kontakt@familien-schutz.de.

Programm:

18.30 Uhr Einlaß
19.00 Uhr Begrüßung durch Hedwig von Beverfoerde (Initiative Familienschutz)
19.10 Uhr Impulsvortrag „Gender-Ideologie und Sexuelle Vielfalt“ von Prof. Leisenberg
19.30 Uhr Podiumsdiskussion, moderiert von Klaus Kelle
20.30 Uhr Fragen aus dem Publikum
21.00 Uhr Geselliger Ausklang bei Finger Food und Getränken


Diskussionsteilnehmer:

Karin Maria Fenbert, Geschäftsführerin von Kirche in Not Deutschland. Sie warnt vor der Gender-Ideologie und der politischen Agenda des Gender-Mainstreamings. Kirche in Not ist u.a. Herausgeberin der Informationsbroschüre „Gender-Ideologie - Ein Leitfaden“. 

Michaela Freifrau Heereman, Diplom-Theologin und Publizistin. Ehrenamtlich engagiert sie sich im Elternverein Nordrhein-Westfalen, der sich schon seit Jahrzehnten als Anlaufstelle für Eltern insbesondere in Fragen der Sexualerziehung in der Schule verdient gemacht hat. 

Prof. Karla Etschenberg, Biologin und Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung. Sie kritisiert die zunehmende und oft nicht kindgerechte Sozialpädagogik und plädiert statt dessen für eine altersgemäße, wertfreie und biologisch orientierte Sexualaufklärung.

Prof. Wolfgang Leisenberg, emeritierter Fachhochschullehrer und Unternehmer. Er hat u.a. die Petition „Familie muss Mainstream bleiben“ ins Leben gerufen gegen die steuerfinanzierte Gießener Plakataktion „Liebe wie du willst“, die mit gleichgeschlechtlichen Paaren in Kußpose für sexuelle Selbstfindung wirbt.

Prof. Wolfgang Tischner, Erziehungswissenschaftler und Buchautor mit Schwerpunkt Jungen- und Geschlechterpädagogik, in dessen Rahmen er sich kritisch auch mit dem Thema Gender-Mainstreaming auseinandersetzt.


Und bitte kommen Sie unbedingt am Folgetag, Sonntag, den 19. Oktober zur nächsten DEMO FÜR ALLE nach Stuttgart – Treffpunkt Schillerplatz 14 Uhr. Es erwartet Sie wieder eine spannende Kundgebung mit internationalen Rednern und dieses Mal mit Livemusik. Bringen Sie bitte Ihre Familie, Freunde und Nachbarn mit. Wenn jeder noch drei weitere Personen mitbringt, wird unsere Wirkung nach außen auch dreimal so stark sein. Nur mit echtem persönlichen Einsatz können wir die scham- und persönlichkeitsverletzenden Pläne vom grün-roten Tisch fegen!

Ich freue mich, Sie in Stuttgart zu sehen und grüße Sie herzlich, Ihre

Hedwig v. Beverfoerde

Dienstag, 14. Oktober 2014

Über den Wolken...














Ein phantastischer Flug!

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Befreit eine "Zeit der Buße" von Sünden?

Prof. Dr. Robert Spaemann zu dem Vorschlag von Kardinal Kasper und anderen, die Kirche möge bei zivil wiederverheirateten Geschiedenen nach einer Zeit der Neuorientierung und Buße eine außereheliche weitere "Ehe" akzeptieren und wertschätzen:
Statt den natürlichen, instinktiv erkennbaren Reiz der dauerhaften Ehe zu verstärken, ziehen es viele Verantwortliche in der Kirche – sogar Bischöfe und Kardinäle – vor, eine andere Option ins Auge zu fassen, eine Alternative zur Lehre Jesu Christi, was eigentlich eine Kapitulation vor dem Zeitgeist darstellt.
Das Heilmittel für den Ehebruch, den die neuerliche Heirat eines Geschiedenen mit sich bringt, sind nicht mehr Reue, Umkehr und Vergebung, sondern das Verstreichen von Zeit und die Gewöhnung – so als hätten allgemeine gesellschaftliche Akzeptanz und unsere persönliche Zufriedenheit mit den eigenen Entscheidungen und dem eigenen Leben eine beinahe übernatürliche Kraft. Man unterstellt dieser alchemistischen Mischung, sie verwandle ein ehebrecherisches Konkubinat, das wir als „Zweit-ehe“ bezeichnen, in eine akzeptable Verbindung, die von der Kirche in Gottes Namen zu segnen sei. Folgt man dieser Logik, wäre es natürlich nur fair, wenn die Kirche auch homosexuelle Partnerschaften segnete. Dieser Denkansatz beruht jedoch auf einem fundamentalen Irrtum.

Zitat aus dem Artikel Divorce and Remarriage, firstthings, August 2014. Die deutsche Übersetzung erschien in der Zeitschrift Vision 2000 5/2014 und stammt von Dr. Christof Gaspari; via kath-info.


Anmerkung:

Buße ist ein Mittel, seinen Willen zur Wiedergutmachung zu zeigen - auch wenn durch die Buße die Folgen der begangenen Sünde(n) nicht aufgehoben werden können. Buße ist nie ein Mittel der (Selbst-)Erlösung, durch das eine Sünde bzw. Sünden zu Nicht-Sünden werden oder eine stillschweigende Akzeptanz der Sünde - weder durch den gesetzgebenden und zugleich den Sünder liebenden Gott, noch durch das Volk Gottes - zur Folge hat.

Sünden werden nach dem Willen Gottes durch die Kirche Jesu Christi allein in einem richterlichen Akt mittels dem Sakrament der Buße (Beichte) nach Reue und Bekenntnis derselben nachgelassen (vergeben), in dem Christus selbst durch seinen stellvertretenden Priester die Lossprechung zusagt (vgl. z. B. KKK 979 u. 982)


Es gibt keine Verfehlung, mag sie auch noch so schlimm sein, die durch die heilige Kirche nicht vergeben werden könnte. „Es kann keinen Menschen geben, der so schlecht und verworfen wäre, daß ihm nicht die sichere Hoffnung auf Vergebung in Aussicht stehen müßte, wenn er seine Verirrungen wahrhaft bereut" (Catech. R. 1,11,5). Christus, der für alle Menschen gestorben ist, will, daß in seiner Kirche jedem, der sich von der Sünde abwendet, die Pforten zur Vergebung immer offenstehen [Vgl. Mt 18, 21-22]



Weiteres zu den Reformvorschlägen von Kardinal Kasper:

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Mittwoch, 8. Oktober 2014

Erzbischof Gänswein: Mut zur Wahrheit

"Die Kirche muss den Mut haben, ihre Überzeugungen zum Ausdruck zu bringen, sonst würde sie keinen Dienst an der Wahrheit leisten."

Erzbischof Georg Gänswein, Präfekt des päpstlichen Hauses am 07.10.2014 im Interview (via ai.it) mit Alfonso Signorini (Chi) anlässlich der außerordentlichen Bischofssynode

Außerdem sagte Erzbischof Gänswein, soweit er feststellen könne, folge Papst Franziskus in der Frage des Kommunionempfangs für zivil wiederverheiratete Geschiedene seinen Vorgängern, deren Lehre in Bezug auf die sakramentale Ehe sehr klar sei.


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Dienstag, 7. Oktober 2014

Kardinal Marx: Kirchliche Anerkennung für Treue in der Sünde?

Auf den Punkt gebracht:
"Über eine homosexuelle Beziehung, die über Jahrzehnte treu gelebt werde, könne man nicht sagen, 'das ist alles nichts'"

In der Tat, eine homosexuelle Beziehung, die über Jahrzehnte treu gelebt wird, zeugt von großer Treue - in der Sünde!
Kommentar von Leser Smaragdos zu einem Statement von Reinhard Kardinal Marx zu gleichgeschlechtlichen Beziehungen (kath.net am 07.10.2014)

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Weiteres zum Thema gleichgeschlechtliche Beziehungen:

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Betet, Brüder und Schwestern, betet!

Unsere verfolgten Brüder und Schwestern sind die Elite der Kirche.
Mit ihnen solidarisch zu sein, ist eine Ehrensache.

Pater Werenfried van Straaten

Was für ein Drama und eine Tragik nun auch in und um Kobane im Nordirak! Unfassbar die Brutalität, ja Bestialität der IS-Terroristen! Sie scheinen nicht auch nur einen Funken Ehrfurcht vor Gottes Geschöpfen zu besitzen.

Nun verbreitet sich im Internet die eMail eines Pfarrers, der den Hilferuf eines christlichen Missionars aus Kobane weiterleitet. Dieser berichtet von der Eroberung der Stadt durch die IS-Terroristen. Die Mail gibt Auskunft über die Geschehnisse in Kobane und das Martyrium zahlreicher Christen, vor allem von Kindern, die den christlichen Glauben nicht preisgegeben haben und dafür vor den Augen ihrer Eltern barbarisch getötet wurden.

Mögen alle, die für den Glauben an Christus in den Tod gehen, Fürsprecher für uns, denen es im Wohlstand so bequem und gut geht, dass wir diesen Schatz, der allein Erlösung bringt, nicht mehr zu schätzen wissen, sein: All ihr Martyrer, besonders ihr heiligen Kinder bei Gott im Himmel, bittet für uns und unsere Familien!

Hier der Wortlaut der eMail des Pfarrers via "clamormeus":
„Eine Freundin bekam gerade eine Nachricht von ihrem Bruder mit der Bitte um Gebet. Der Bruder ist Teil eine Missionsgesellschaft und ISIS hat heute die Stadt eingenommen, in der sie sich befinden. Er sagt, dass ISIS systematisch von Haus zu Haus der Christen gehen und die Kinder bitten, Jesus zu verleugnen. Er sagt, dass bislang kein Kind dies getan hat. Und bislang sind alle Kinder konsequent getötet worden. Aber nicht die Eltern. Die UN hat sich aus dem Gebiet zurückgezogen und die Missionare sind nun auf sich alleine gestellt. Sie müssen wegen ihrer Familien bis zum Ende durchhalten – auch, wenn es ihr eigener Tod sein sollte. Der Bruder hat große Angst, er weiß nicht, wie er sich um die Familien kümmern soll, deren Kinder den Märtyrertod gestorben sind. Trotzdem sieht er sich von Gott berufen. Er bittet inständig um Gebet, auch für eigenen Mut, um seine Berufung zu erfüllen in solch furchtbaren Umständen. Und, dass er wie die ganzen Kinder den Märtyrertod ertragen kann, falls es soweit kommen sollte. Seine Schwester bat mich, alle um Gebetsunterstützung zu bitten. Diese tapferen Eltern haben ihren Kindern solch einen inbrünstigen Glauben beigebracht, dass diese sich für den Märtyrertod entschieden haben. Bitte unterstützt sie mit euren Gebeten in ihrem Verlust – sie brauchen Hoffnung und Durchhaltevermögen! 

Bitte betet inständig für die Menschen im Nordirak, für Befreiung von der schrecklichen Übernahme durch ISIS und deren extremen Zielen der Massenbekehrung zum Islam oder Tod der Christen in dieser Region.

Ich bitte flehentlich, dass diese E-Mail nicht ignoriert wird. Leitet sie nicht weiter, bevor ihr nicht inständig gebetet habt. Und dann schickt sie an so viele Christen wie möglich, damit auch sie beten können. Richtet beispielsweise eine spezielle Gebetszeit in euren Gottesdiensten ein. Wir müssen für unsere Geschwister im Herrn im Gebet einstehen!

Bitte leitet auch Ihr diesen Hilferuf und Aufruf zum Gebet für die verfolgten Brüder und Schwestern weiter. Gott stehe den Menschen im Irak und in anderen Gebieten der Verfolgung bei und gebe ihnen Hoffnung!


Montag, 6. Oktober 2014

Familiensynode

Gestern begann in Rom mit einer Papstmesse im Petersdom offiziell die außerordentlichen Bischofssynode, eine erste von zwei Versammlungen, bei denen es um Betrachtungen und Beratungen über Ehe und Familie in Kirche und Welt geht. Zwei Wochen lang, bis zum 19. Oktober, treffen sich 191 Synodenväter zu Anhörungen und zum Austausch über die vielfachen Herausforderungen, denen sich katholische Eheleute und Familien in einer sich immer weiter säkularisierenden Welt ausgesetzt sehen. 

Heute, am 6. Oktober um 9 Uhr wird die Synode ihre Arbeit aufnehmen. Eine erste Pressekonferenz ist um 13 Uhr vorgesehen. Twittermeldungen können unter dem Hashtag #Synod14 zusammengefasst werden.

Auf der Synode werden viele Themen und Probleme der Familienpastoral angesprochen, doch ein Thema steht besonders im Fokus der Öffentlichkeit: die zivil wiederverheirateten Geschiedenen und der Sakramentenempfang, insbesondere der des Bußsakramnetes und des hl. Kommunionempfangs. Es geht um zivilrechtliche Scheidung, zivile Eheschließungen und die Unauflöslichkeit der Ehe. Hier ist die Kirche an das Wort des Herrn gebunden, der den Jüngern erklärt hat, dass es keine Ehescheidung und keine Zweitheirat zu Lebzeiten des Ehepartners geben kann, weil dies dem Plan Gottes widerspricht: "...denn am Anfang war es nicht so" (Mt 19,8). Hier steht - durch die Vorschläge vor allem deutscher Kardinäle und Bischöfe - nicht weniger als die Treue zum Wort Jesu Christi auf dem Spiel.

Was Papst Johannes Paul II. im Jahre 1982 zu Familien im englischen York sagte, gilt auch heute uneingeschränkt:
In der Ehe verpflichten sich Mann und Frau gegenseitig zu einem unzerbrechlichen Bündnis totaler wechselseitiger Selbsthingabe. Die Ehe ist eine vollkommene Einheit der Liebe. Liebe, die nicht eine vorübergehende Gefühlsaufwallung oder zeitweilige Verliebtheit ist, sondern die verantwortliche und freie Entscheidung, sich »in guten und schlechten Zeiten« vollständig an den Partner zu binden.

Sie ist die Selbsthingabe an den anderen. Sie ist eine Liebe, die vor den Augen der ganzen Welt kundgetan werden soll. Sie ist bedingungslos. Zu solcher Liebe fähig sein erfordert sorgfältige Vorbereitung von der frühen Kindheit bis zum Hochzeitstag. Es erfordert, während sich diese Liebe entfaltet, ständige Hilfe von Seiten der Kirche und der Gesellschaft.

Die Liebe des Ehemannes und der Ehefrau führt in Gottes Plan über sich selbst hinaus, neues Leben wird hervorgebracht, eine Familie entsteht. Die Familie ist eine Liebes- und Lebensgemeinschaft, ein Heim, in dem Kinder heranreifen. (. . .) Wir können nicht die Tatsache übersehen, daß manche Ehen scheitern. Aber auch da ist es unsere Pflicht, den wahren Plan Gottes für jede eheliche Liebe zu verkünden und auf der Treue zu diesem Plan zu bestehen, weil wir auf die Fülle des Lebens im Himmelreich zugehen.

Vergessen wir nicht, daß Gottes Liebe zu seinem Volk, die Liebe Christi zu seiner Kirche immer währt und nie zerbrechen kann. Und der Bund zwischen einem Mann und einer Frau, die in einer christlichen Ehe miteinander verbunden sind, ist unauflöslich und unwiderruflich wie diese Liebe (vgl. AAS 71, 1979, S. 1224).

Diese Wahrheit ist ein großer Trost für die Welt, und weil manche Ehen scheitern, besteht für die Kirche und alle ihre Mitglieder eine immer größere Notwendigkeit, diese Wahrheit getreu zu verkünden. Christus selbst, der lebendige Quell der Gnade und des Erbarmens, ist jenen nahe, deren Ehe Prüfung, Schmerz oder Angst erfahren hat.

Durch alle Zeiten haben ungezählte Eheleute aus dem Paschamysterium des Kreuzes und der Auferstehung Christi die Kraft geschöpft, ein christliches Zeugnis von der Unauflöslichkeit der christlichen Ehe zu geben - was manchmal sehr schwer fiel. Und alle Bemühungen der Christen, trotz ihrer menschlichen Schwachheit das Gesetz Gottes getreu zu bezeugen, sind nicht vergebens gewesen. Diese Bemühungen sind die durch die Gnade bewirkte menschliche Antwort an einen Gott, der uns zuerst geliebt hat und sich für uns hingegeben hat.

Wie ich in meinem Apostolischen Schreiben Familiaris consortio ausführte, ist die Seelsorge an den Familien in schwierigen Situationen ein besonderes Anliegen der Kirche. Wir müssen mit Liebe — mit der Liebe Christi - diejenigen zu erreichen suchen, die den Schmerz des Versagens in der Ehe erfahren; diejenigen, die verlassen und auf sich allein gestellt eine Familie unterhalten müssen; diejenigen, deren Familienleben von tragischen Geschehnissen, geistigen oder körperlichen Krankheiten, beherrscht wird.

Ich spreche allen denen meine lobende Anerkennung aus, die den leidenden Menschen, deren Ehe gescheitert ist, helfen, indem sie ihnen das Erbarmen Christi zeigen und sie der Wahrheit Christi entsprechend beraten.

Papst Johannes Paul II. an Familien, York (England), 31.05.1982; OR 26/82

Es ist die immer wieder gleiche Versuchung, sich der Welt anzupassen und Gottes Plan außer acht zu lassen. Begleiten wir die Familiensynode mit unseren Gebeten und mit dem Erbitten des Heiligen Geistes für die Synodenväter und alle Verantwortlichen und bitten wir Gott, er möge die Familien schützen und vor falschen Lehren und Glaubensabfall bewahren.


Gebete für die außerordentlichen Bischofssynode: 

Gebet zur Heiligen Familie

Jesus, Maria und Josef,
auf euch, die Heilige Familie von Nazareth, richten wir heute den Blick voller Bewunderung und Zuversicht; in euch betrachten wir die Schönheit der Gemeinschaft in der wahren Liebe; euch empfehlen wir alle unsere Familien, damit sich in ihnen die Wunder der Gnade erneuern.

Heilige Familie von Nazareth, anziehende Schule des heiligen Evangeliums: lehre uns, deine Tugenden nachzuahmen mit weiser geistlicher Disziplin, schenke uns den klaren Blick, der es versteht, das Werk der Vorsehung in den täglichen Wirklichkeiten des Lebens zu erkennen.

Heilige Familie von Nazareth, treue Behüterin des Geheimnisses der Offenbarung: lass in uns die Wertschätzung für die Stille neu erwachen, mach unsere Familien zu Abendmahlssälen des Gebets und verwandle sie in kleine Hauskirchen, erneuere das Verlangen nach Heiligkeit, stütze die edle Mühe der Arbeit, der Erziehung, des Zuhörens, des gegenseitigen Verstehens und der Vergebung.

Heilige Familie von Nazareth, erwecke in unserer Gesellschaft wieder das Bewusstsein des heiligen und unantastbaren Charakters der Familie, unschätzbares und unersetzbares Gut. Jede Familie sei aufnahmefreudige Wohnstatt der Güte und des Friedens für die Kinder und für die alten Menschen, für die Kranken und Einsamen, für die Armen und Bedürftigen. Jesus, Maria und Josef, zu euch beten wir voll Vertrauen, euch vertrauen wir uns mit Freude an.


Fürbitten
 
Als Familie der Kinder Gottes, und angetrieben durch den Glauben, erheben wir unser Gebet zu Gott dem Vater und bitten, dass durch die Gnade Christi unsere Familien zu echten Hauskirchen werden, in denen die Liebe Gottes gelebt und bezeugt wird.

Beten wir gemeinsam und sprechen:
Herr, segne und heilige unsere Familien.

Für Papst Franziskus: Gott hat ihn dazu berufen, in der Kirche den Vorsitz in der Liebe zu führen. Der Herr stärke ihn in seinem Dienst an der Einheit im Bischofskollegium und im ganzen Volk Gottes.

Für die Synodenväter und die anderen Teilnehmer der III. außerordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode: Der Geist des Herrn erleuchte sie, damit die Kirche angemessen auf die heutigen Herausforderungen für die Familien antworten kann, in Treue zum Plan Gottes.

Für die Regierenden der Nationen: Der Heilige Geist inspiriere sie zu Projekten, die die Familie als Urzelle der Gesellschaft fördern, wie es dem göttlichen Ratschluss entspricht, und die sich der Unterstützung von Familien in Schwierigkeiten widmen.

Für die christlichen Familien: In der ehelichen Gemeinschaft hat der Herr das Siegel seiner Gegenwart hinterlassen. Er mache unsere Familien, nach dem Vorbild der Heiligen Familie von Nazareth, zu Heimstätten des Gebets und zu innigen Gemeinschaften des Lebens und der Liebe.

Für die Eheleute in Schwierigkeiten: Der Herr, der reich an Barmherzigkeit ist, begleite die Eheleute, durch den mütterlichen Dienst der Kirche, mit Verständnis und Geduld auf dem Weg der Vergebung und der Versöhnung.

Für die Familien, die wegen des Evangeliums ihre Heimat verlassen müssen: Der Herr, der mit Maria und Joseph nach Ägypten geflohen ist, stärke die Familien im Exil mit seiner Gnade und eröffne ihnen Wege brüderlicher Nächstenliebe und menschlicher Solidarität.

Für die Großeltern: Der Herr ist von den heiligen Greisen Simeon und Anna im Tempel empfangen worden. Er mache die Großeltern zu weisen Mitarbeitern für die Eltern in der Weitergabe des Glaubens und in der Erziehung der Kinder.

Für die Kinder: Der Herr des Lebens hat die Kinder zu sich kommen lassen und sie als Vorbild hingestellt, um in das Reich Gottes zu gelangen. Er erwecke in uns allen die Ehrfurcht vor dem werdenden Leben und schenke Inspiration zu Erziehungsprojekten, die der christlichen Sicht auf das menschliche Leben entsprechen.

Für die Jugendlichen: Der Herr hat die Hochzeit zu Kana geheiligt. Er lasse die jungen Menschen die Schönheit der Heiligkeit und Unverletzlichkeit der Familie im göttlichen Ratschluss wiederentdecken, und er helfe den Verlobten auf ihrem Weg zur Feier der Trauung.

Gott, der du das Werk deiner Hände nicht preisgibst, höre unser Gebet. Sende den Geist deines Sohnes, und erleuchte die Kirche am Beginn des synodalen Wegs. Lass sie die Herrlichkeit der wahren Liebe betrachten, die in der Heiligen Familie von Nazareth aufleuchtet, und lehre sie nach ihrem Vorbild die Freiheit und den Gehorsam, um mit Mut und Barmherzigkeit auf die Herausforderungen der heutigen Welt zu antworten.
Durch Christus, unsern Herrn.
Weitere Infos zur Familiensynode:


 
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