Samstag, 20. September 2014

Eigenartig: Kardinal Kasper instrumentalisiert den Heiligen Vater und bezichtigt andere Kardinäle der ideologischen Kriegshetze

Starker Tobak von Seiner Eminenez Walter Kardinal Kasper: In einem Interview mit der italienischen Zeitung "Il Mattino" unterstellt der Kardinal Mitbrüdern, die es gewagt haben, ihm zu widersprechen, einen "ideologischen Krieg" zu wollen. Und er geht noch weiter: Das Ziel dieser Kontroversen, so Kasper, sei nicht er, sondern "der Papst".

Es stellt sich die Frage, warum ein renommierter Theologe es nötig hat, eine sachliche Diskussion auf eine persönliche Ebene zu ziehen - und dafür selbst den Heiligen Vater zu instrumentalisieren.

Kasper hatte in seiner umstrittenen Rede "Das Evangelium von der Familie" vor dem Kardinalskollegium im Februar diesen Jahres die Frage gestellt, ob man einem zivil wiederverheirateten und geschiedenen Gläubigen nach einer Zeit der neuen Orientierung das Sakrament der Buße und dann der Kommunion verweigern könne oder müsse? Und er ließ keinen Zweifel daran, dass er es für möglich hält, zivil Wiederverheirateten Geschiedenen nach einem solchen Weg der Neuorientierung - trotz fehlendem Willen zur Umkehr - den Zugang zu den Sakramenten zu gestatten.

Die Lehre der Kirche von der Unauflöslichkeit der Ehe solle, dürfe und könne nicht angetastet werden, beteuert Kardinal Kasper; und eine zweite sakramentale Ehe sei zu Lebzeiten beider Ehepartner nicht möglich! Völlig ausgeschlossen, so Kasper. So weit, so katholisch.

Gleichzeitig aber hält es der Kardinal für möglich, dass - trotz bestehendem Eheband zwischen zwei Eheleuten - die Ehepartner unter bestimmten Bedingungen eine zweite zivile Ehe mit weiteren Personen eingehen können. Für Christen aber gibt es nur die sakramentale Ehe als Form des Zusammenlebens in ehelicher Gemeinschaft, denn durch die Taufe haben sie Anteil an einer höheren Wirklichkeit (vgl. CIC can 1055 §2: "Deshalb kann es zwischen Getauften keinen gültigen Ehevertrag geben, ohne daß er zugleich Sakrament ist."). Was aber ist diese zweite "Ehe", wenn es sich nicht um eine sakramentale Ehe handelt?

Wie also passt das aber zusammen: bestehendes Eheband und gleichzeitige neue "Ehe"? Es ist die Quadratur des Kreises. Man ist versucht zu meinen, der Kardinal spreche mit gespaltener Zunge... Aber vielmehr liegt das Problem in einem Verständnis des Kardinals von den Sakramenten Ehe, Buße und Eucharistie sowie von dem Wesen der christlichen Barmherzigkeit, die von dem der authentischen Lehre der Kirche abweicht.

Aber an seiner Theorie lässt der ehemalige Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart nicht rütteln, wie (nicht nur) seine Reaktion auf die Erwiderung des ganz und gar mit der Materie vertrauten Ehepaares Norbert und Renate Martin, beide Mitglieder im Päpstlichen Rat für die Familie, zeigte. Er, der selbst das Bemühen der Martins um einen sachlichen und fairen Dialog lobt, wird in der Auseinandersetzung selbst unsachlich und persönlich: Da werden dann keine Argumente abgewogen oder auf solche eingegangen, sondern die vermeintlichen Gegner werden schnell einmal als solche abgestempelt, die "von Gottes Barmherzigkeit noch garnichts verstanden" haben oder es wird ihnen einfach das Wort im Munde umgedreht und die Dialogpartner als sich angeblich selbst widersprechend entlarvt.

Wie bereits acht US-amerikanische Bischöfe im Juli diesen Jahres, haben nun fünf Kardinäle eine Schrift verfasst, die in ihren Beiträgen aufzeigt, dass die Theorien Kaspers der traditionellen Lehre der Kirche über Ehe, Buße und Eucharistie entgegenstehen. "In der Wahrheit Christi bleiben - Ehe und Gemeinschaft in der katholischen Kirche" heißt der Sammelband und seine Verfasser sind die Kardinäle Gerhard Ludwig Müller (hier), Carlo Cafarra (hier), Walter Brandmüller (hier), Velasio De Paolis (hier und hier) und Raymond Burke (hier und hier). Alle fünf Kardinäle hatten bereits während der Aussprache im Kardinalskollegium unmittelbar nach Kaspers Vortrag Bedenken über die Vereinbarkeit von dessen Vorschlägen und der kirchlichen Lehre angemeldet. Neben den fünf Kardinälen zählt außerdem der 49jährige Erzbischof Cyril Vasil’ SJ, Sekretär der Ostkirchenkongregation, zu den Autoren des Buches.

Kasper empfindet die Stellungnahmen offensichtlich als Kriegserklärung, wie er gegenüber dem "Il Mattino" äußerte. Allerdings habe er selbst die Schrift der fünf Kardinäle noch nicht gelesen...

Und warum ist eine Stellungnahme, die die Lehre der Kirche darlegt, ein Angriff auf den Heiligen Vater? Hat da jemand vielleicht Angst, der Heilige Vater könne vielleicht doch noch von der Richtigkeit und Vernünftigkeit der kirchlichen Position überzeugt werden (falls er es noch nicht - oder nicht mehr - ist)?

Seit Jahrzehnten versuchen einige der deutschen Bischöfe die Diskussion um den Umgang der Kirche mit zivil wiederverheirateten Geschiedenen in die Weltkirche zu lancieren. In vielen anderen Ländern wird diesbezüglich die Lehre der Kirche nicht infrage gestellt. In Deutschland jedoch gab es immer wieder Bestrebungen, die Pastoral von der Dogmatik zu trennen und Formen der kirchlichen Anerkennung zu etablieren, z. B. durch die Zulassung zum Empfang der heiligen Kommunion, durch Segensfeiern von Zweitehen usw. (s. Würzburger Synode, Hirtenwort der oberrheinischen Bischöfe zum Thema im Jahre 1993, Freiburger Handreichung 2013).

Jedesmal hatte der Vatikan solchen Bestrebungen eine Absage erteilt und dazu aufgefordert, dem Wort Christi und der Lehre der Kirche treu zu bleiben. Die Mahnungen und Richtlinien aus Rom wurden jedoch überwiegend von Bischöfen, Priestern und Laien ignoriert. So weigerte sich zuletzt der inzwischen emeritierte Bischof von Freiburg, Dr. Robert Zollitsch, die Freiburger Handreichung zurückzuziehen. Bis heute warten die Gläubigen in Deutschland vergeblich auf eine authentische Verkündigung der kirchlichen Ehelehre, die auf dem Wort Christi gründet. Und anlässlich des Magdeburger Dialogprozesses verkündete der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, dass die Mehrheit der Bischöfe in dieser Frage "in eine Richtung gehen, wie sie Kardinal Walter Kasper vorgeschlagen hat".

Walter Kasper (wohl unterstützt von Erzbischof em. Robert Zollitsch, Karl Kardinal Lehmann und Reinhard Kardinal Marx, der inzwischen Zollitsch auf den Posten des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz folgte) hat es nun geschafft, dieses in der Weltkirche an sich längst abgehandelte Thema nach ganz oben zu bringen...

Immerhin haben die "Fragen" von Kardinal Kasper auch einen positiven Effekt: Schon lange nicht mehr haben sich so viele Kirchenmänner so intensiv mit der kirchlichen Ehelehre beschäftigt und so zahlreiche Veröffentlichungen zu diesem Thema verfasst! Neben den oben genannten z. B. auch der australische Kardinal und K9-Mitglied George Pell in einem Vorwort zu einem Buch mit dem Titel "Das Evangelium der Familie" (s. hier) und der Mailänder Kardinal Angelo Scola mit einem Beitrag in der Zeitung "La Stampa" (hier) sowie viele andere.



Weiteres zum Thema Kardinal Kasper und die zivil Wiederverheirateten:


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Freitag, 19. September 2014

Das Leiden beseitigen, nicht den Leidenden; an der Hand eines Menschen, nicht aber durch die Hand eines Menschen sterben

Ja zum Leben –
für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie!



Herzliche Einladung zum Marsch für das Leben 2014 am Samstag, 20.09.2014 in Berlin! Die Kundgebung beginnt um 13 Uhr vor dem Bundeskanzleramt (gegenüber dem Berliner Hauptbahnhof). Informationen für Teilnehmer



Für eine Kultur des Lebens
von Martin Lohmann, Vorsitzender des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL)

Es geht um das Leben. Es geht um die Freiheit. Es geht um das Lebensrecht für jeden Menschen. Es geht also um die Freiheit zum Leben.

Dafür setzen sich auch dieses Mal, beim zehnten Marsch für das Leben, viele tausend Menschen aus verschiedenen Religionen, allen Regionen unseres Landes und aus allen Generationen öffentlich in Berlin ein. Sie wollen ein Zeichen setzen für Humanität und Frieden. Für Freiheit und Liebe. Für das Leben. Denn jeder Mensch ist liebens- und lebenswert. Jeder Mensch hat, unabhängig von seinem Zustand, seinen Fähigkeiten, seinem Alter und seiner Herkunft, ein vorgegebenes Menschenrecht auf Leben.

Was die Teilnehmer des Lebensmarsches denken, sagen und tun, ist also nichts als letztlich völlig normal. Sie erinnern daran, dass wir Sicherheit brauchen, dass jeder Mensch immer willkommen ist und Solidarität erfährt, weil niemand Angst um sein Leben haben soll. Weder am Anfang noch am Ende.

Mehr als 100.000 noch nicht geborene Kinder werden in Deutschland jedes Jahr als „lebensunwert“ oder „unzumutbar“ getötet. Jedes Jahr verschärft sich die Situation durch Zunahme der Selektion nach PND und nun auch PID. Mehrere europäische Regierungen haben „Euthanasie“ bereits weithin legalisiert, diesmal unter dem Deckmantel der „Autonomie“ und des „Mitleids“. Wir müssen Leiden lindern und beseitigen, aber nicht den Leidenden! Helfen statt töten! Auch dadurch helfen, dass wir Schmerzen töten – aber nicht Menschen.

Menschenwürdig sterben können an der Hand eines Menschen, als Mensch. Aber nicht durch die Hand eines Menschen. Darum geht es. Wir sind nicht die Herren über Leben und Tod. Wir sind nicht die Eigentümer, sondern die Bewahrer des Lebens. Deshalb sind wir für ein Europa ohne Abtreibung und ohne Euthanasie. Es gibt kein Tötungsrecht!

Und wer das Lebensrecht tötet, tötet letztlich alle anderen Menschenrechte – und jede Humanität. Niemand darf zur Lebensgefahr für den Nächsten werden. Weder Ärzte noch Angehörige.

Es ist Zeit, das sichere Ja zum Leben für alle Menschen zu verteidigen. Das ist wirklicher Fortschritt. Auch im vergangenen Jahr sind viele tausend Unterstützer nach Berlin gekommen. Wir sind eine engagierte, einladende und dynamisch wachsende Ja-Bewegung für das Leben! Proteste, Hass und Gewalt gegen das Leben und das Recht auf Leben sind letztlich eine Bestätigung, wie gut und notwendig unser Einsatz ist.

Alle Menschen guten Willens sind eingeladen, für das Leben zu streiten. Wir müssen Anwälte einer Kultur des Lebens und der Toleranz sein!


Gastkommmentar des Vorsitzender des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL), Martin Lohmann, in der "Tagespost" Nr. 111 am 18. September 2014


Weitere Beiträge zum Thema Lebensschutz und "Marsch für das Leben" Berlin 2014:



Update:

Meldungen, Berichte und Videos zum "Marsch für das Leben" am 20.09.2014 in Berlin:

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Donnerstag, 18. September 2014

Nachtrag zum Fest Kreuzerhöhung

Nach einigen windstillen Tagen - es waren derer genau zehn - geht es hier nun wieder frisch erfrischt zu Werke. Einiges der vergangenen Wochen gilt es aufzuarbeiten und "bloggerecht" zuzubereiten...

Ziemlich frisch war es auch vor einigen Tagen, am Fest Kreuzerhöhung (14. September), in Maria Plain, einem nördlich oberhalb von Salzburg gelegenen Wallfahrtsort. Von dort aus erfreut sich das Herz des Pilgers eines grandiosen Blicks auf die - nach Augsburg zweite - Mozartstadt. Allerdings ist die Aussicht bei schönerem Wetter wohl noch bezaubernder. Die Berge waren diesmal leider durch dicke Wolkenschleier verhangen (nicht ganz unpassend wiederum zur Tagesmesse), und die Festung Hohensalzburg war gerade noch sichtbar...



Halleluja, halleluja!
Süßes Holz, süße Nägel, tragend eine süße Last!
Nur ihr waret würdig den zu tragen,
der des Himmels König und Herr. Halleluja!
(Graduale zum Fest Kreuzerhöhung)



Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben,
sondern dass Er uns geliebt
und Seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.  


Christus ist für uns gehorsam geworden bis zum Tod,
ja bis zum Tod am Kreuze.



Darum hat Gott Ihn auch erhöht 
und Ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist -


damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde
ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu...



... und jeder Mund bekennt:
,Jesus Christus ist der Herr!'
zur Ehre Gottes, des Vaters.

 

Überragt vom immer und überall gegenwärtigen Kreuz:
das Gnadenbild von Maria Plain




Wir aber müssen uns rühmen im Kreuze unseres Herrn Jesus Christus;
in Ihm ist für uns das Heil, das Leben und die Auferstehung;
durch ihn sind wir gerettet und erlöst.
(Gal 6,14)

Gott möge sich unser erbarmen und uns segnen;
Er lasse sein Antlitz über uns leuchten und erbarme sich unser.
(Introitus der hl. Messe zum Fest Kreuzerhöhung)


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Bilder: © privat

Sonntag, 7. September 2014

28. September: Gebetstag für die Familiensynode

Vom 05. - 19. Oktober wird im Vatikan die Dritte Außerordentliche Bischofssynode stattfinden und sich mit den "pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung" beschäftigen. Nun lädt das Sekretariat der Bischofssynode zu einem weltweiten Gebetstag ein: Alle Pfarreien, Diözesen und Orden sind aufgerufen, am Sonntag, den 28. September 2014 "in der heiligen Messe für das Gelingen" zu beten. Im nächsten Jahr (2015) werden die Beratungen über die Familie in der XIV. Ordentlichen Bischofssynode weitergeführt.

Bereits im Jahr 1980 hat es eine Bischofssynode zum Thema "Die christliche Familie" gegeben, dessen Frucht das nachsynodale Apostolische Schreiben "Familiaris consortio" (22. November 1981) gewesen ist. Damals hatte der Papst eigens einen Brief an die Bischöfe, die Priester und die Gläubigen geschrieben:
Es naht die Bischofssynode, die vom 26. September dieses Jahres an über die Aufgabe der christlichen Familie in der Welt von heute beraten wird. Somit wird auf der Synode ein Problem von erstrangiger Bedeutung behandelt. Über den Dienst der Kirche gegenüber der Familie hat mein Vorgänger Papst Paul VI. gesprochen (vgl. Enzyklika Humanae vitae, Nr. 39); zu diesem Thema hat auch das letzte Konzil Stellung bezogen, wobei es daran erinnerte, daß die Familie »das Fundament der Gesellschaft« ist (Gaudium et spes, Nr. 52) und, weil sie zugleich eine Art Hauskirche darstellt, die Existenz und die Entwicklung der ganzen Kirche gewährleistet: denn in der Familie werden »die neuen Bürger der menschlichen Gesellschaft geboren, die durch die Gnade des Heiligen Geistes in der Taufe zu Söhnen Gottes gemacht werden, um dem Volke Gottes im Fluß der Zeiten Dauer zu verleihen« (Lumen gentium, Nr. 11).

Dieses gottbezogene Bild von der Familie, die durch Jesus Christus erneuert und geheiligt worden ist, hat in unserer Zeit vielfach an Bedeutung verloren, ist verdunkelt und vielleicht auch profaniert worden (vgl. Gaudium et spes, Nr. 47). Wir müssen uns deshalb wieder neu auf die Worte Jesu Christi besinnen: »Am Anfang war das nicht so« (Mt 19, 8). Es ist notwendig, daß die Synode „aufzeigt, was es heißt, Christus im Ehe- und Familienleben nachzufolgen« (vgl. Johannes Paul II., Ansprache an den Rat der Bischofssynode, 23. Februar 1980). In der Tat, die Familien müssen in unserer Zeit zu einem neuen Höhenflug aufbrechen! Sie sollen Christus nachfolgen!

Die Synode dieses Jahres ist ein Ereignis, das für das Leben der ganzen Kirche und für ihre Sendung von besonderer Bedeutung ist. Wenn diese Sendung in der Evangelisierung ihren Ausdruck findet (die das Thema der Synode von 1974 war) und sich in der katechetischen Unterweisung (Thema der Synode von 1977) konkretisiert, so bleiben diese beiden lebenswichtigen Aufgaben der Kirche durch einen grundlegenden Bezug mit der Familie verbunden.

Die Sendung der Kirche richtet sich auf die Familie mit jener Liebe, die Gott selbst durch seinen Sohn in ihr geoffenbart hat; zugleich verwirklicht sich diese Sendung zu einem großen Teil in der Familie und durch die Familie selbst. Bedenkt man die Bedeutung dieses Problems, so ist es unerläßlich, daß wir die Arbeiten der Bischofssynode dieses Jahres mit großem Interesse und dem Gebet der ganzen Kirche begleiten.

Wenn in Kürze die Bischofssynode beginnt, soll deshalb die ganze Kirche an ihren Arbeiten teilnehmen. Die ganze Kirche möge in gewissem Sinn auf der Synode anwesend sein: anwesend vor allem durch Gebet und Opfer. Alle Mitglieder der Kirche sollen für die Synode beten und geistige Opfer darbringen, um für die Väter der Synode in ihren synodalen Beratungen das Licht und den Beistand Gottes zu erbitten.

Die Familie ist eine Zelle, von der jede Berufung und die verschiedenen Lebensstände in der Kirche sich herleiten. Diese wiederum sind, ihrer jeweiligen Art entsprechend, zum Dienst an der Familie gegeben, wie es Paul VI. in einer Ansprache an Priester zum Ausdruck gebracht hat: »Ihr wißt aus langer und reicher Erfahrung: Euer priesterlicher Zölibat macht euch besonders geeignet, um für die Familien auf dem Weg ihrer Heiligung wirksame Zeugen der Liebe des Herrn in der Kirche zu sein« (vgl. Ansprache an die Mitglieder der Vereinigung »Equipes Notre Dame«, 4. Mai 1970; AAS 62, 1970, S. 435).

In der Kirche haben wir in der Tat, wie uns der Apostel lehrt, »unterschiedliche Gaben, je nach der uns verliehenen Gnade« (Röm 12, 6). Und das geschieht, da wir »ein Leib in Christus« sind (Röm 12, 5). Ich lade deshalb alle inständig ein, für die Synode zu beten und Opfer darzubringen. Vor allem bitte ich die Kranken um ihr Gebet und Opfer, die ja durch die Vorsehung berufen sind, in einer besonderen Weise am Opfer Christi teilzunehmen.

Mit derselben Einladung wende ich mich an die beschaulichen Orden, die Christus besonders zur lebendigen Mitsorge für die Anliegen seiner Kirche ruft. Ein herzliches Wort der Ermutigung gilt sodann den Familien. Mögen die Hauskirchen der christlichen Familien vom kommenden 26. September an zu einem Ort innigen Gebetes für die diesjährige Synode werden, die ja selbst so familiär ist und sich im Heiligen Geist mit besonderer Sorge und Liebe gerade ihnen zuwendet. Eure Söhne und Töchter, die dem Herzen des Herrn so nahe stehen, mögen von ihm für eure Familien und für die Familien in der ganzen Welt seinen Segen erflehen. Der Hauptgebetstag für die Synode wird Sonntag, der 12. Oktober, sein. Ich wünsche, daß man an diesem Tag in allen Diözesen, in den Pfarreien und Kirchen nach den Anweisungen der Hirten öffentliche Gebete verrichtet. 

An diesem Tag sollen die ganze Kirche und alle Familien sich zum gemeinsamen Gebet vereinen. Soweit wie möglich, lade ich für diesen Tag die Vertreter der Familien der ganzen Kirche nach Rom ein, damit sie mit dem Nachfolger Petri und den Vätern der Synode zusammentreffen können und auf diese Weise die geistige Anwesenheit aller Familien der Kirche, die im Glauben und in der Liebe vereint sind, zum Ausdruck bringen. Jede Familie empfehle ich der Heiligen Familie von Nazaret und erteile euch, ehrwürdige Brüder, liebe Söhne und Töchter, und vor allem jeder Heimstätte von Herzen meinen Apostolischen Segen.

Johannes Paul II.: Schreiben an die ganze Kirche, Rom, 15. 8. 1980; OR 34-35/80; (auf vatican.va hier in italienischer Sprache); zitiert aus: Johannes Paul II. "Die Familie - Zukunft der Menschheit"; Communio personarum Bd. 3, hrsg. von Norbert und Renate Martín; Patris Verlag Vallendar Schönstatt A.D. 1985 (hier als pdf abrufbar!)


Eine interessante Ergänzung im Hinblick auf Erwägungen zur anstehenden Bischofssynode ist ein Text, den Tarquinius (Blog "Denziger-Katholik) aus dem Dornröschenschlaf geweckt hat und dessen grundsätzliche Aussagen sich - obwohl auf das II. Vatikanum gemünzt - genau so gut auf die Bischofssynode anwenden lassen: aus dem theologischen Magazin "American Ecclesiastical Review "(Ausg. 157, Okt. 1962) in Auszügen: "Die Tugend der Klugheit und der Erfolg des Zweiten Ökumenischen Vatikanischen Konzils" von Msgr. Joseph Clifford Fenton... Herzliche Leseempfehlung!

 
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III. Außerordentlichen Bischofssynode vom 05.-19. Oktober 2014


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Samstag, 6. September 2014

Verkündigung der Wahrheit ist Dienst an der ganzen Menschheit - Kardinal Marx fordert stattdessen Anpassung im Namen von Verständnis und Mitgefühl

Am 05. Oktober 1979 hielt Papst Johannes Paul II. während seines Pastoralbesuches in den USA in Chicago vor den Bischöfen der Vereinigten Staaten eine Ansprache, in der er die Bischöfe für ihre klare Stellungnahme zu den Problemen und Gefahren einer libertinisierten und säkularisierten Gesellschaft lobte und ermutigte, "die Botschaft der Wahrheit" zu verkünden:
Mit der Klarheit der Evangelien, dem Verständnis von Hirten und der Liebe Christi habt ihr das Problem der Unauflöslichkeit der Ehe berührt und hierzu zu Recht festgestellt: »Der Bund zwischen Mann und Frau, die sich in einer christlichen Ehe vereint haben, ist so unauflöslich und unwiderruflich wie Gottes Liebe für sein Volk und Christi Liebe für seine Kirche.« 

Während ihr die Schönheit der Ehe herausstelltet, habt ihr euch zu Recht gegen die Ideologie der Empfängnisverhütung wie auch gegen kontrazeptive Akte selbst gewandt, wie es die Enzyklika Humanae vitae getan hat. Und auch ich selbst bekräftige heute ausdrücklich mit der gleichen Überzeugung wie Paul VI. die Lehre dieser Enzyklika, die mein Vorgänger »kraft des Auftrages, der uns von Christus anvertraut ist« (AAS, 60, 1968, S. 485), verkündet hat.

Bei der Darstellung der geschlechtlichen Einheit zwischen den Eheleuten als eines besonderen Ausdruckes ihres Liebesbundes habt ihr zu Recht festgestellt: »Geschlechtsverkehr ist nur innerhalb der Ehe ein moralisches und menschenwürdiges Gut, außerhalb der Ehe ist er verfehlt.« 

Als »Männer mit der Botschaft der Wahrheit und der Kraft Gottes« (2 Kor 6, 7), als bevollmächtigte Lehrer für Gottes Gesetz und als verständnisvolle Hirten habt ihr zu Recht geschrieben: »Homosexuelle Praxis ist ... im Unterschied zu homosexueller Neigung unmoralisch. « Durch die Klarheit dieser Wahrheit habt ihr ein Beispiel für die wirkliche Liebe Christi gegeben; ihr habt jene Menschen nicht getäuscht, die wegen ihrer Homosexualität schweren moralischen Problemen ausgesetzt sind, wie es der Fall gewesen wäre, wenn ihr im Namen von Verständnis und Mitgefühl oder aus irgendeinem anderen Grund bei irgendeinem Mitmenschen falsche Hoffnungen geweckt hättet. Ihr habt vielmehr brüderliche Liebe gezeigt, indem ihr die echte Würde, die echte Menschenwürde derer herausgestellt habt, die von der Kirche Christi die Führung erwarten, die aus dem Licht des Wortes Gottes kommt. 

Auch gabt ihr Zeugnis von der Wahrheit und verrichtet damit einen Dienst an der ganzen Menschheit, als ihr die Lehre des Konzils: »Vom Augenblick der Empfängnis an muß das Leben mit größter Sorgfalt geschützt werden« (Gaudium et spes, Nr. 51), aufgegriffen und das Recht auf Leben und die Unverletzlichkeit jeden menschlichen Lebens, einschließlich des Lebens Ungeborener, bekräftigt habt. Ihr habt es klar ausgesprochen: »Solche unschuldigen, ungeborenen Kinder zu vernichten ist ein unsagbares Verbrechen ... Ihr Lebensrecht muß vom Gesetz anerkannt und voll geschützt werden.«

Und ebenso wie ihr die Ungeborenen in der Wahrheit ihrer Existenz verteidigt habt, so klar seid ihr auch für die Alten eingetreten, indem ihr festgestellt habt: »Euthanasie oder Töten aus Mitleid ... ist ein schweres moralisches Übel ... Ein solches Töten ist unvereinbar mit dem Respekt vor Menschenwürde und der Achtung vor dem Leben.«  


Papst Johannes Paul II. an die Bischöfe in den USA, Chicago, 05.10.1979; OR 41/79

Kardinal Marx fordert "Nachdenken" über kirchliche (nichtsakramentale) Anerkennung von Konkubinaten

Heute (06. September 2014) liest man in der "Tagespost" (S.4), dass Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München-Freising, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und Mitglied des K9-Beraterrates des Papstes zur Refom der Römischen Kurie, über die kirchliche Anerkennung von einer "zweiten Beziehung" mit einer weiteren Person innerhalb einer sakramentalen Ehe nachdenken möchte, die zwar nicht sakramental sein könne, weil wenigstens einer der beiden (Zweit-)Partner bereits in einer sakramentalen, unauflöslichen Ehegemeinschaft lebt, aber vielleicht "in anderer Form". Der Kardinal meint, eine solche Zweitpartnerschaft habe doch eine "eigene sittliche Qualität". Diese "eigene sittliche Qualität" besteht nach kirchlicher Lehre aber aus Untreue und Ehebruch, ist also zutiefst unmoralisch und ein Eingriff in die sakramentale Ehegemeinschaft.

Wenn Kardinal Marx meint, "wir müssen das Schweigen angesichts des Scheiterns (Anm.: einer Ehe) überwinden", so übersieht der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, dass die Kirche nie zu diesem Übel geschwiegen, sondern stets den betroffenen Eheleuten Beistand und Hilfe zur Versöhnung, im schlimmsten Fall Hilfe zur Überwindung der Trennung vom Ehepartner geleistet hat. Wenn dies in Deutschland nicht so war bzw. ist, so liegt das an den pastoralen Unzulänglichkeiten der diözesanen Einrichtungen, z. B. gut dotierten Familienberatungsstellen, die es in so großer Zahl wie in kaum einem anderen Land gibt, oder zuerst bei manchen Seelsorgern vor Ort, die nicht in der Lage zu sein scheinen, solche Situationen aus dem Glauben heraus zu deuten und zu begleiten. Manchmal und wahrscheinlich meistens liegt die Schwierigkeit in solcher Situation zu helfen aber schon bei den Ehepartnern selbst, die sich entweder nicht über das Gut der christlichen Ehe und das Tabu einer Scheidung, die es nach katholischer Ehelehre nicht gibt, im Klaren sind, oder sich nicht von der Kirche helfen lassen und keinen Rat - und auch nicht die Lehre der Kirche - annehmen wollen.

Die Antwort der Kirche ist der Aufruf zu Umkehr und Versöhnung und schließlich zum Tragen des persönlichen Kreuzes, das uns schließlich zur Erlösung führt.




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Freitag, 5. September 2014

Communio personarum - Der Schatz der "Theologie des Leibes" von Papst Johannes Paul II.

Im Jahre 1985 haben die Eheleute Norbert und Renate Martin die bis dahin gehaltenen Katechesen und Aussagen von Johannes Paul II. über das Thema "Ehe und Familie" in einem dreibändigen Werk veröffentlicht: die ersten beiden Bände enthalten Katechesen, der dritte Band weitere Ansprachen und Aussagen des Papstes.

Alle drei Bände stehen erfreulicherweise im Internet als pdf-Dateien zur Verfügung, so dass man sie entweder online lesen und/ oder herunterladen und/ oder ausdrucken kann. Jedes Buch verfügt über ein ausführliches Sach- und Namensverzeichnis.

Dieser Schatz über die Lehre der Kirche bezüglich Ehe und Familie, ihre tiefe Begründung, eine entsprechende Pastoral und verwandte Themenkreise ist gerade im Hinblick auf die in diesem und im nächsten Oktober bevorstehende Bischofssynode über die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung hilfreich und wertvoll. Die Sammlung sei deshalb herzlich zum Schmökern empfohlen.

Johannes Paul II. "Die menschliche Liebe im göttlichen Heilsplan" Katechesen 1978-1981;
Communio personarum Bd.1, hrsg. von Norbert und Renate Martin; Patris Verlag Vallendar Schönstatt A.D. 1985 (Band 1 pdf)

Johannes Paul II. "Die Erlösung des Leibes und die Sakramentalität der Ehe" Katechesen 1981-1984;
Communio personarum Bd.2, hrsg. von Norbert und Renate Martin; Patris Verlag Vallendar Schönstatt A.D. 1985 (Band 2 pdf)

Johannes Paul II. "Die Familie - Zukunft der Menschheit" Aussagen zu Ehe und Familie 1978-1984;
Communio personarum Bd. 3, hrsg. von Norbert und Renate Martin; Patris Verlag Vallendar Schönstatt A.D. 1985 (Band 3 pdf)


Norbert und Renate Martin gehören der von Pater Josef Kentenich gegründeten Schönstattbewegung an und wurden im Jahre 1982 in den "Päpstlichen Rat für die Familie" in Rom berufen. Sie widmen sich, quasi ihr ganzes Leben, der Verkündigung der kirchlichen Lehre über Ehe und Familie und sind ausgewiesene Kenner auf diesem Gebiet.


Weiteres von Norbert und Renate Martin:

Foto: privat

Donnerstag, 4. September 2014

Das christliche Menschenbild: Imago Dei

 

Die Kirche besitzt dank der Frohen Botschaft die Wahrheit über den Menschen. Sie findet sich in der ihr eigenen Anthropologie, die die Kirche nicht müde wird zu vertiefen und zu verkünden.
Die Grundlehre dieser Anthropologie besteht in der Lehre vom Menschen als Bild Gottes, der als solches nicht zu einem Teilchen der Natur reduziert werden kann oder zu einer anonymen Nummer der menschlichen Gesellschaft (vgl. Gaudium et spes 12,3 und 14,2). 


Johannes Paul II.in einer Ansprache an die lateinamerikanischen Bischöfe, Puebla (Mexiko), am 28.01.1979; Ossevatore Romano 5/79 (auf vatican.va hier in italienischer Sprache, Nr. 9); zitiert aus: Johannes Paul II. "Die Familie - Zukunft der Menschheit"; Communio personarum Bd. 3, hrsg. von Norbert und Renate Martín; Patris Verlag Vallendar Schönstatt A.D. 1985 (hier erfreulicherweise als pdf abrufbar!)


Weiteres zum Thema "Christliches Menschenbild":


Bild: Die Erschaffung Adams; Michelangelo Buonarroti (1475–1564); Sixtinische Kapelle im Vatikan; Wikimedia commons

Den Kosmos zum Klingen bringen

Grundlagen der Erneuerung einer angemessenen Kirchenmusik

Inspiriert vom Geistbraus, der die zeitgenössische Kirchenmusik beleben retten und mit sphärischen Harmonien Großes schaffen möchte, versuche ich für mich selbst einmal, die Grundlagen liturgischer Musik freizulegen. Sicher mehr als ein Aspekt findet sich zu diesem Thema in einem Beitrag von Joseph Kardinal Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI., aus dem Jahre 1980. Daraus ein Zitat, das Wesentliches aufzeigt:
Man hat im Judentum immer, auch nach der Zerstörung des Tempels festgehalten, dass die Herrlichkeit Gottes nur im Tempel von Jerusalem weilt. Die Christen sind demgegenüber der Auffassung, dass Gottes Herrlichkeit bei der Kreuzigung Christi, als der Vorhang des Tempels zerriss, von dort auszog und nun da weilt, wo Jesus Christus ist, also im Himmel und in der Kirche, die sich mit Christus versammelt.

Demgemäß werden jetzt Himmel und Erde als Ort des Lobgesangs angegeben (1). Das aber bedeutet, dass die Kirche nun doch etwas ganz anderes ist als die Synagoge, die im Judentum nach der Zerstörung des Tempels übrig blieb und nie den Tempel ersetzen wollte und konnte.

Die Synagoge ist der Ort eines reinen Laiengottesdienstes, der als solcher auch ein reiner Wortgottesdienst ist. Wer die Kirche auf Laiengottesdienst und Wortgottesdienst reduzieren möchte, der betreibt nicht das christlich Neue, sondern der setzt sie mit der Synagoge gleich und lässt gerade den Weg zu Christus aus.

Als Kirche übernimmt sie mit Christus in einer veränderten Weise auch das Erbe des Tempels; liturgisch drückt sich dies darin aus, dass sie nicht nur zu Lesung und Gebet, sondern zum eucharistischen Opfer zusammenkommt. Aber das heißt dann auch, dass sie in der Gestalt ihrer Feier Anspruch auf das Erbe des Tempels erheben darf und muss. Das bedeutet, dass die kirchliche Liturgie, die nun den Kosmos als Tempel betrachtet, selbst kosmischen Charakter haben, den Kosmos zum Klingen bringen muss. (...)
(1) vgl. E. Peterson, Von den Engeln, In: ders. Theologische Traktate. München 1951, S. 323-407, hierzu 356

und Kardinal Ratzinger resümiert:
Liturgie verlangt die aus dem Geist des Glaubens kommende künstlerische Transposition der Musik des Kosmos in die menschliche Musik der Verherrlichung des fleischgewordenen Wortes. Solche Musik folgt einem strengeren Gesetz als die Musik des Alltags, sie ist dem Wort verpflichtet und der Führung zum Geist.

Kirchenmusik muss daher immer wieder in einem Ringen nach zwei Seiten hin ihren Weg suchen: Sie muss dem puritanischen Hochmut gegenüber die notwendige Inkarnation des Geistes  im musikalischen Geschehen rechtfertigen; sie muss der Alltäglichkeit gegenüber die Richtung des Geistes und des Kosmos auf das Göttliche suchen.

Wo solches gelingt, ist es allemal ein Geschenk; aber das Geschenk wird nicht gegeben ohne die Bereitung, die wir ihm durch unsere Mühe entgegenbringen. Wo solches geschieht, wird aber vor allem nicht bloß ein unverbindliches Hobby ausgeübt , sondern eine notwendige Dimension des Christusglaubens gelebt und darin zugleich eine notwendige Dimension des Mensch-Seins festgehalten, ohne deren Gegenwart Kultur und Humanität von ihrer Mitte her unaufhaltsam zerfallen.


Joseph Kardinal Ratzinger: "Grundlegung der Kirchenmusik im Wesen der Liturgie" in "Theologische Probleme der Kirchenmusik"; Musicae sacrae ministerium; Anno XXVI-XXVII, No. 1&2: Congressus Generalis Augus. Vindelicorum a die 31 m. Maii usque ad diem 3 m. Iunii A.D. 1990 (Nachdruck aus Communio 9/2 (1980), 148ff)


 Ensemble "Sonoritas", Innsbruck:


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