Donnerstag, 18. Dezember 2014

Andacht im Advent (2)

"Herr, du thronest über den Cherubim. Zeige deine Macht und komme zu uns. Israel regierst du, und Josephs Stamm führst du wie Schäflein an der Hand, blicke auch auf uns herab."

Komm, o Herr, und zögere nicht länger!
Vergib deinem Volke seine Missetaten!
Herr, erhöre mein Gebet,
und lass mein Rufen zu dir kommen!
 
O Adonai, Herr und Führer des Hauses Israel, du hast einst dein Volk aus der ägyptischen Knechtschaft ins gelobte Land geführt und ihm auf Sinai dein Gesetz gegeben. Befreie auch uns aus der Knechtschaft der Sünde und schreibe dein heiliges Gesetz in unsere Herzen, damit wir durch treue Erfüllung deines Willens dir wohlgefallen und in das Land deiner Verheißung gelangen, der du lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
 
 
Andacht zum Advent; Gebet- und Gesangbuch für das Bistum Münster; Verlag Aschendorf, Münster i. W.; AD 1939, S. 204
  
 
 
 
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Mittwoch, 17. Dezember 2014

Heute 20 Uhr in München: Michael Ragg - „Advent – Zeit der großen Sehnsucht“

Über „Advent – Zeit der großen Sehnsucht“ spricht der Journalist und Unternehmer Michael Ragg am Mittwoch, 17. Dezember, im Pfarrsaal der katholischen Pfarrei St. Sebastian in München, Schwabing-West, Karl-Theodor-Str. 117. Der Abend in der Reihe „Haltestelle Glaube“ beginnt um 20 Uhr.
Zuvor ist um 19 Uhr Gelegenheit zum Besuch der Heiligen Messe in Sankt Sebastian. „Haltestelle Glaube“ wendet sich an Christen aller Konfessionen und versteht sich auch als Plattform für alle suchenden und fragenden Menschen.
Der Referent legt dar, worauf der „Zauber“ beruht, der nach wie vor Advent und Weihnachten umgibt.  Er setzt sich mit Versuchen auseinander, die Advents- und Weihnachtszeit von ihren christlichen Wurzeln abzuschneiden und gibt Anregungen, wie Christen der Advents- und Weihnachtszeit wieder mehr christliches Profil verleihen können.

Organisation und Leitung: Pfarrer Johannes Oberbauer, München


Weitere Infos: www.raggs-domspatz.de


Und auch:


Bild: Michael Ragg

Papst Franziskus wird heute 78!

Herzlich gratuliere ich Papst Franziskus zu seinem heutigen 78. Geburtstag. Möge Gott, der Herr, ihn segnen und der Heilige Geist ihn erleuchten, damit er im neuen Lebensjahr, das ihn, schon jetzt absehbar, vor viele wichtige Entscheidungen stellen wird, den Willen Gottes erkennen möge und ihm die Fähigkeit verliehen werde, stets gemäß dem Willen Gottes und zum Heil der Kirche und der Seelen zu wirken:
Gebet für den Papst

Jesus, höchstes und unsichtbares Oberhaupt der Kirche! Du hast den Heiligen Vater, den Papst, zu deinem sichtbaren Stellvertreter auf Erden erwählt. Auch ihm gelten deine Worte: "Du bist der Fels, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Dir will ich die Schlüssel des Himmelreiches geben. Alles, was du auf Erden binden wirst, wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden lösen wirst wird auch im Himmel gelöst sein."

Unvergleichlich groß ist die Würde und Macht, die du in seine Hände gelegt hast; doch heftig und vielfältig sind auch die Nachstellungen, die der Feind alles Guten der Kirche und ihrem Oberhaupte bereitet.

Darum bitten wir dich, ewiger Hoherpriester, für unseren Heiligen Vater. Bewahre und beschirme ihn in allen Gefahren und lass ihn nicht in die Hände seiner Feinde fallen. Erleuchte ihn durch das Licht deines Heiligen Geistes und stärke ihn durch den Beistand deiner Gnade, damit er deine Kirche in Weisheit, Gerechtigkeit und Kraft regiere und die Herde, die du ihm anvertraut hast, zum ewigen Leben führe. Amen.


entnommen aus dem Gebet- und Gesangbuch für das Bistum Münster; Verlag Aschendorf, Münster i. W.; AD 1939, S.388



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Andacht im Advent (1)

Jesus, unser Gott und Heiland, auf den die Völker der Erde jahrtausendelang mit Sehnsucht gehofft haben, du bist in der Fülle der Zeiten voll Gnade und Erbarmen unter uns erschienen. Wir bitten dich, lass uns in dieser heiligen Zeit des großen Elendes gedenken, das die Sünde über das ganze Menschengeschlecht gebracht hat; lass uns unsere eigene Sündhaftigkeit und ihre traurigen Folgen recht zu Herzen nehmen.

Wie die frommen Väter des Alten Bundes sich nach Erlösung sehnten, so wollen auch wir mit Innigkeit nach dir, der einzigen Quelle unseres Heiles, verlangen. Herr, erleuchte uns und bewege unsere Herzen zu aufrichtiger Buße, damit wir auf deine gnadenreiche Ankunft uns würdig vorbereiten und den Reichtum deiner Gnade in unsere Seele aufnehmen.

Tauet, Himmel, den Gerechten, Wolken, regnet ihn herab!
Es öffne sich die Erde und sprosse den Heiland hervor!

"Der Herr wird kommen und nicht zögern. Er wird den Abgrund der Finsternis erhellen und sich allen Völkern offenbaren."

Herr, lass uns deine Wege auf Erden erkennen
und unter allen Völkern dein Heil schauen!
Herr, erhöre mein Gebet,
und lass mein Rufen zu dir kommen!

O ewige Weisheit, lebendiges Wort aus dem Munde des Vaters, du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben; ohne dich irren wir umher wie Schafe ohne Hirten: sende einen Strahl deines Lichtes in unsere Herzen, damit wir erkennen, wie eitel diese Welt, wie vergänglich ihre Güter, wie gefahrvoll ihre Freuden und wie trügerisch ihre Verheißungen sind, der du lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.


Andacht zum Advent; Gebet- und Gesangbuch für das Bistum Münster; Verlag Aschendorf, Münster i. W.; AD 1939, S. 203f

Sonntag, 14. Dezember 2014

O Heiland, reiß die Himmel auf!

 

Freuet euch allezeit im Herrn!
Noch einmal sage ich: Freuet euch!
Laßt alle Menschen eure Güte erfahren;
denn der Herr ist nahe!

Um nichts macht euch Sorgen, sondern stets sollen in innigem Gebet eure Anliegen vor Gott kund werden.
Herr, Du hast Dein Land gesegnet und Jakob heimgeführt aus der Gefangenschaft!
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
Amen.

(Introitus zum 3. Adventsonntag; Phil 4,4-6; Psalm 84,2)



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Samstag, 13. Dezember 2014

Zeit der Heiligung

Der Heilige Geist hat den vollkommenen Menschen Jesus im Schoß der Jungfrau geformt, und er ist es denn auch, der den wunderbaren Plan Gottes im Menschen zu Erfüllung bringt. Dazu verwandelt er zunächst das Herz und dann, von diesem Mittelpunkt ausgehend, alles übrige.

So kommt es, daß in jedem einzelnen das ganze Schöpfungs- und Erlösungswerk zusammengefaßt wird, das Gott, Vater und Sohn und Heiliger Geist, vom Anfang bis zum Ende des Kosmos und der Geschichte vollbringt.

Und wie in der Menschheitsgeschichte das erste Kommen Christi im Mittelpunkt und seine glorreiche Wiederkunft am Ende steht, so ist jede persönliche Existenz berufen, sich während der irdischen Pilgerreise auf geheimnisvolle und vielfältige Art an ihm zu messen, um in der Stunde seiner Rückkehr »in ihm« gefunden zu werden.

Die selige Gottesmutter und treue Jungfrau leite uns dazu an, aus dieser Adventszeit und aus dem gesamten neuen Kirchenjahr eine Zeit echter Heiligung zu machen zum Lob und Ruhme Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 
Papst Benedikt XVI. in der Predigt zum Advent am 25.11.2005


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Freitag, 12. Dezember 2014

Heute 19:30 Uhr: Chesterton im Institut Philipp Neri, Berlin

Unter dem Titel "Bier, Burgunder und Bekenntnis - Besser leben mit Chesterton" führt der bekannte Publizist und Literaturwissenschaftler Dr. Alexander Kissler durch Leben und Werk des Autors. Dazu liest Schauspieler und Rezitator Uwe Postl aus Chestertons biographischen, essayistischen und belletristischen Werken. Im Anschluss gemütliches Beisammensein bei Bier und Burgunder...

Der Eintritt ist grundsätzlich frei. (Spenden für die Vortragenden und zur Deckung der Unkosten sind willkommen.)


Veranstaltungsort:
Institut Philipp Neri (ISPN)
Graunstr. 31
13355 Berlin

Anfahrt siehe hier!

Nachtrag:


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Wunder über Wunder - Gedenktag der Allerseligsten Jungfrau Maria von Guadalupe

 


Im Jahre 1531 erschien dem mexikanischen Bauern Juan Diego eine wunderschöne "edle Dame" und hinterlässt zuletzt auf dem Umhang des Bauern das Bildnis einer Frau, unschwer zu erkennen als die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria, als die sich auch die Erscheinung selbst zu erkennen gibt. Dieser Umhang, die sogenannte "Tilma", gibt der Menschheit zahlreiche Rätsel auf. Viele Details sind auf natürlichem Wege und verstandesgemäß nicht zu erklären: das Tuch ist ein einziges großes Wunder.

Die Erscheinungen der Jungfrau Maria, die Sich Juan Diego mit den Worten vorstellt: "Wisse, mein liebstes Söhnchen,  dass ich die makellose und immerwährende Jungfrau Maria bin, die Mutter des wahren Gottes, durch den alles lebt...", führen einen ganzen Kontinent zum Christentum - just in der Zeit, in der in Deutschland durch die Reformation des Martin Luther und seiner Mitstreiter viele Menschen der Kirche entfremdet werden und vom wahren Glauben abfallen.




Hier eine Liste mit einigen der Merkmale der Tilma, die nicht zu erklären sind (Quelle: kath-zdw: Die Tilma von Guadalupe):

  • Kein Malmaterial identifizierbar, weder pflanzlichen, noch tierischen noch mineralischen Ursprungs. Malmaterial bis heute unbekannt. 
  • Keine Pinselstriche vorhanden. 
  • Keine Vorzeichnungslinien, keine Vorzeichnungsskizze vorhanden. 
  • Keine Untermalung, keine Grundierung, keine Leimung: dies macht es eigentlich unmöglich, auf der Oberfläche des groben Stoffes zu malen. 
  • Keine schützende Lackierung vorhanden trotz unerklärlich guter Erhaltung von Bild und Stoff.
  • Kombination verschiedener Maltechniken: Öl, Tempera, Wasserfarbe und Fresko. Nicht kopierbar.
  • Unebenheiten auf dem Gewebe gezielt ausgenutzt, um dem Gesicht Tiefe zu geben. 
  • Rätselhafte Glättung der Oberfläche. Die Bildseite auf der Tilma ist merkwürdig geglättet, glänzend weiss und weich unter dem Bild. Forscher haben keine Erklärung für die zwei unterschiedlichen Materialseiten. 
  • Lichtbrechung: Bei der Untersuchung 1979 durch Smith und Callahan festgestellt: Die Farben verhalten sich wie Farben auf Vogelfedern, Schmetterlings- oder Käferflügeln: sie verändern sich beim Betrachten aus verschiedenen Blickwinkeln. 
  • Einseitige Durchsichtigkeit. Das Bild auf der Vorderseite kann deutlich durchscheinend von hinten gesehen werden – jedoch ein rätselhafter grüner Fleck auf der Rückseite des Gewebes kann von der Vorderseite aus nicht gesehen werden.  
  • Infrarotdurchlässigkeit: die rosa Farbe auf dem Bild ist – entgegen der allgemein vorkommenden Undurchlässigkeit der rosa Farbpigmente – infrarotdurchlässig. 
  • Umkehreffekt: Aus der Entfernung erscheint das Bild grösser, scheint beim Näherkommen zu „schrumpfen“. Gesicht und andere Details sind nicht aus der Nähe, sondern erst aus einigen Metern Entfernung deutlich zu erkennen. 
  • Die Augen: Die Augen des Gesichtes auf der Tilma bilden das grösste Rätsel dieses Artefaktes. In beiden Augen spiegelt sich die damalige Szene der Bildentstehung im Jahr 1531 vor dem Bischof mit Verzerrungen in Abhängigkeit von den Gesetzen der Krümmung der Hornhaut, und im zweiten Auge um genau den Faktor verschoben, wie es sich in einem lebendigen Auge zeigen würde. 
  • 1956 entdeckt: Lichtreflexe in den Augen der Figur auf der Tilma. (Lichtreflexe im menschlichen Auge sind uns erst bekannt seit Helmhotz’ Entdeckung in den 1880er Jahren! Woher also sollte der Hersteller dieses Bildes im Jahre 1531 davon Kenntnis gehabt haben?)
  • 1958 entdeckt: Parkinje-Sanson-Effekt in den Augen der Figur auf der Tilma: ein gesehenes Objekt wird in beiden Augen eines Menschen reflektiert, und zwar an drei verschiedenen Stellen verursacht durch die Krümmung der Hornhaut. Genau dies aber findet sich auch in den Augen der Figur auf dem Tilmabild
  • Die sich in den Augen widerspiegelnde Szene – nach modernster Computerbildanalyse: Ein sitzender Indio; die Gesichter von möglicherweise Bischof Zumárraga und Dolmetcher Gonzales; dann Juan Diego, seine Tilma öffnend; die Büste einer Frau und ein bärtiger Spanier. In der Mitte: eine Eingeborenengruppe mit Kind.


 
Heilige Maria,
makellose und immerwährende Jungfrau und Gottesmutter,
bitte für uns und die Missionen in aller Welt 



Weiteres zum Thema "Guadalupe":


Bilder: 
Mitte und unten: Standbild in den Vatikanischen Gärten, das den Moment zeigt, als Juan Diego dem Bischof die Rosen aus seinem Umhang schüttet und das Bild Mariens in dem Stoff sichtbar wird (eigene Fotos)

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